Im Rahmen eines Projekts mit dem Deutschen Zentrum für Luft‑ und Raumfahrt (DLR) startete im Juni 2025 eine Schülergruppe der Kursstufe einen selbst entwickelten Wetterballon in die Stratosphäre. Die Schüler Ruben S., Tim H., Tim S., Benjamin D., Raphael C. und Henrik B. verfolgten das ambitionierte Ziel, einen mit Helium gefüllten Ballon auf mindestens 30 Kilometer Höhe zu schicken – samt Messsonde und zwei Kameras.
Über mehrere Wochen plante und konstruierte das Team die Sonde. Neben einer hochauflösenden Kamera installierten die Schüler zahlreiche Sensoren, um wissenschaftliche Daten zu erfassen. Gemessen wurden unter anderem Temperatur, Höhe, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Geschwindigkeit, Lichtintensität sowie der UV‑Anteil der Strahlung. Alle Bauteile mussten so vorbereitet werden, dass sie den extremen Bedingungen in großen Höhen standhalten: sehr niedrigen Temperaturen, geringem Luftdruck und starken Belastungen beim Aufstieg und Fall.
Nach erfolgter Genehmigung durch die Flugsicherung konnte der Start Ende Juni 2025 bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sportplatz der Schule stattfinden. Vor den Augen interessierter Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern stieg der Ballon stetig auf und wurde bald nur noch als kleiner Punkt am Himmel sichtbar.
Der Flugverlauf übertraf die Erwartungen deutlich: Der Wetterballon erreichte eine maximale Höhe von rund 38 Kilometern und legte eine Strecke von etwa 235 Kilometern zurück, bevor der Ballon platzte und die Sonde am Fallschirm wieder zur Erde zurückkehrte. Nach der Landung riss jedoch der Kontakt zur Sonde ab, und sie blieb trotz intensiver Suche zunächst unauffindbar.
Erst nach rund dreieinhalb Monaten meldete sich die Technik überraschend zurück: Die Sonde wurde südlich von Krautheim entdeckt. Mithilfe der örtlichen Feuerwehr gelang es, sie unbeschädigt zu bergen. Damit standen dem Team schließlich die vollständigen Messdaten und Bildaufnahmen des Stratosphärenflugs zur Auswertung zur Verfügung.
Das Projekt war für die beteiligten Schüler weit mehr als ein technisches Experiment. Sie sammelten wertvolle Erfahrungen in Planung, Organisation, naturwissenschaftlicher Arbeitsweise und im Umgang mit unvorhergesehenen Situationen. Unter Zeitdruck und in Stressphasen bewiesen sie Ausdauer, Konzentration und Teamfähigkeit.
Der erfolgreiche Stratosphärenflug zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in schulischen Projekten steckt, wenn Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln und praxisnah umsetzen.


